Aus der riesigen Zahl von CRM-Tools auf Open-Source-Basis hat sich in der Praxis ein halbes Dutzend durchgesetzt. Sie gewinnen besonders bei kleinen und mittleren Firmen an Akzeptanz. ZDNet gibt einen Marktüberblick.

Wie häufig sie tatsächlich genutzt werden, wusste bisher keiner so genau. IDC-Analyst Bo Lykkegaard hat bei der Vorbereitung einer Studie über die Verbreitung von unternehmensweiten Open-Source-Anwendungen in Westeuropa jedenfalls festgestellt, dass "einige Projekte zwar behaupten, ihre Software sei zehn- oder gar hunderttausend Mal heruntergeladen worden", aber die Zahl der Implementierungen sei "überschaubar". Trotzdem: Quelloffene CRM-Systeme erfreuen sich zweifellos zunehmender Beliebtheit.

Allein in Deutschland dürfte es nach der Einschätzung unterschiedlicher Experten einige hundert Open-Source-Lösungen für das Kundenbeziehungsmanagement geben, die auch tatsächlich operativ im Einsatz sind. Das Marktforschungsunternehmen IDC ermittelte im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Studie, dass Open-Source-CRM populärer ist als oft gedacht. Von den 515 in westeuropäischen Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern befragten IT-Entscheidern setzen immerhin sieben Prozent ein quelloffenes CRM-System ein.

 

"Natürlich kann 'Einsatz' alles bedeuten - vom Einsatz in einer Nische oder Abteilung bis zur unternehmensweiten Installation", sagt Lykkegaard. "Aber in einem Geschäft, in dem Anbieter sich mit Marktanteilen von zehn Prozent brüsten, erscheint dieser Wert sehr hoch." Beachtenswert hoch, wie der Analyst findet. "Unsere Ergebnisse belegen jedenfalls, dass die Akzeptanz von Open-Source-CRM-Systemen eine kritische Masse erreicht hat."

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